Meine Fotoequipment

 

 Erlebnis von Helmut Newton in einem Restaurant:

Der Koch: „Ihre Fotos gefallen mir, Sie haben bestimmt eine gute Kamera.“
Newton nach dem Essen: „Das Essen war vorzüglich – Sie haben bestimmt gute Töpfe.“

Es ist ein sehr interessantes Phänomen zu beobachten, wie oft man die Frage nach dem Equipment gestellt bekommt oder Menschen die Qualität der Arbeit anhand des Eqimpents bewerten. Denn die meisten Menschen können gar nichts mit meiner Antwort anfangen – „Ich fotografiere aktuell mit der Nikon D750“. Was sagt dir meine Antwort?

Ob ich mit einer Canon, Nikon, Sony oder ähnlichem fotografiere, sagt nichts über die Art oder Qualität meiner Bilder aus. Ich kann mit Nikon genau so gute oder schlechte Bilder machen wie mit jeder anderen Kamera auch. Mal davon abgesehen, dass die meisten mit der Modellbezeichnung nichts anfangen können, denn dafür müssten Sie von jedem Hersteller wissen welche Modelle momentan aktuell sind und da komme selbst ich als Fotografin schon an meine Grenzen. Hier auch noch ein Vergleich mit dem man es sich noch besser vorstellen kann was ich meine: Ob ich eine Phillips Zahnbürste benutze oder eine analoge Zahnbürste ist total egal. Beide machen meine Zähne sauber. Lediglich das Handling ist anders. Wenn man hingegen mit einer Lupe die Sauberkeit der Zähne betrachten würde, würden vermutlich Unterschiede zu sehen sein. Und genauso ist es auch mit den Kameras und Objektiven. Wenn du nah ran zoomst siehst du teilweise die Unterschiede zwischen günstigeren und teureren Kameras. Wenn ich meine Nikon D3000 mit meiner Nikon D750 vergleiche und im Automodus das gleiche Bild schieße, werde ich bereits beim Abdrücken unterschiede merken, denn der Autofokus ist bei der D750 wesentlich besser. Dennoch sind die Bilder mit der D3000 ebenfalls gut.

Eine weitere sehr interessante Beobachtung ist, dass manche die Qualität scheinbar auch vom Preis der Kamera abhängig machen. Wie ich darauf kommen? Ganz einfach: Ich werde oft gefragt oder mit der Aussage konfrontiert „wie viel hat die gekostet“ oder „die kostet doch rund xy EUR“.

Ich möchte das Ganze gerne mal auflösen und dir meine Geschichte erzählen:
Meine erste Spiegelreflex von Nikon (D3000) hatte damals im Angebot rund 200 EUR gekostet und war für mich ein Riesending. Ich habe noch nie so gute Bilder gemacht wie mit dieser Kamera. Vermutlich hängt mein Herz auch deswegen noch an ihr, auch wenn ich inzwischen viel bessere Kameras zu Hause habe. Ich habe sie damals als Einsteiger-Kit gekauft mit einem Objektiv (18-55mm, 3.5-5.6/f). Diese Kit-Objektive sind, wenn du mich fragst, das schlechteste was es auf dem Markt gibt, aber als einstieg für mich eine Sensation. Mit diesem Modell fühlte ich mich wie ein richtiger Profi – aber, seien wir mal ehrlich, davon war ich noch weit entfernt. Nachdem ich dann auch noch meinen ersten New York Urlaub mit ihr fotografiert hatte war ich restlos begeistert.

Irgendwann bin ich dann auf die Nikon D5500 umgestiegen, was für mich wieder ein Quantensprung war. Auch der Preissprung war hier schon spürbar, denn dieses Modell kostete damals etwas mehr als 600 EUR. Diese Kamera nahm ich schließlich auch in meine Selbstständigkeit mit und fotografierte schon „professionell“ und das obwohl diese Kamera noch als Einsteigerkamera gehandelt wird. Das war mir aber ziemlich egal, denn ich konnte genauso Bilder machen wie mit jeder anderen. 

Warum ich überhaupt von D3000 auf D5500 umgestiegen war? 

Ich merkte, dass ich mit der D3000 an meine Grenzen komme. In einer Kirche damit zu fotografieren war eine Qual, denn der ISO ging nur bis 1600 und die Körnung begann bereits bei 400 ISO sichtbar zu werden. Als Hobby-Hochzeitsfotografin (zum damaligen Stand) war das schon unzumutbar.

Dennoch war ich zu dieser Zeit niemals auf den Gedanken gekommen zu sagen, ich brauche das neuste, teuerste oder beste Modell, deswegen reichte mir die Nikon D5500. Meine Kunden, waren damals genauso zufrieden mit meinen Bildern wie auch meine Kunden heute, obwohl meine heutige Kamera deutlich besser ist. 

Was ich aber damals schon gemacht habe, ist in gute Objektive zu investieren. Denn das, ist tatsächlich in der Bildqualität erkennbar. Ein gutes Objektiv heißt aber nicht 1.000 EUR. Mein absolutes Lieblings Objektiv (Nikon 50mm, 1.8/f) hat nämlich gerade mal 150 EUR gekostet und das benutze ich heute noch bei jedem Shooting!

Fakt ist, die (technische) Qualität der Bilder hat sich verändert. Logisch hat es das, denn die Technik entwickelt sich laufend weiter und natürlich müssen günstigere Modelle irgendetwas weniger können als teure Modelle. Aber wer sich mit der Materie wirklich auseinandersetzt, weiß, dass es Unterschiede sind, die für Profis in bestimmten Sparten besonders relevant werden, nicht aber zwangsläufig für Laien.

Ich möchte dir mal einen Vergleich zeigen.

Das identische Motiv mit den identischen Einstellungen aber mit drei unterschiedlichen Kameras aufgenommen, die preislich enorm auseinander liegen. Man erkennt bereits leichte unterschiede, aber ich unterstelle mal dass sie einem Laien kaum auffallen. Wenn man hingegen ranzoomt, wird deutlich, dass die D3000 deutlich mehr „körnt“ als die anderen Modelle. Die D750 hat zudem eine bessere Schärfe als die anderen beiden Modelle.

Deswegen sei gesagt: „Wenn man nicht fotografieren kann, wird das eine 2.000-EUR-Kamera auch nicht ändern! Wenn man aber fotografieren kann, dann geht das auch mit dem billigsten Modell.“

Am Rande sei auch erwähnt, dass ich auch schon ein wunderschönes Shooting nur mit meinem iPhone hatte und die Bilder selbst auf Leinwand der Hammer sind 😉

Abschließend möchte ich dir trotzdem noch die am meisten gestellte Frage beantworten.
Folgendes Equipment habe ich:

Kameras:

– Nikon D750

– Nikon D5500 (Ersatzkamera)

– Nikon D3000 (nur noch aus sentimentalen Gründen im Portfolio und nicht im Einsatz)

– DJI Mavic 2 Pro (Drohne)

– Instax Mini

Objektive:

– Nikon 50mm, 1.8/f

– Nikon 35mm, 1.8/f

– Sigma Art 24-105mm, 4/f (wird bald ersetzt)

Bildbearbeitung:

– Adobe Lightroom Classic

– Adobe Photoshop

– Wacom Board M (Bildbearbeitungsboard)

– iPad Pro + Pencil

– iMac

Video:

– DJI OSMO Pocket

– DJI Mavic 2 Pro (Drohne)

Speicher Medium:

– SanDisk extrem Pro 16-64 GB

– NAS (Netzwerkspeicher mit 2x 4 TB)

– Western Digital 4 TB

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Bekannt aus Instagram: @dianas_ideenreich und @dianas_ideenreich_blog

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